wappen20khevenhller(verfasst von Michael Oberluggauer)

Vor 80 Jahren begann die wechselvolle Vereinsgeschichte der Ortsgruppe des Khevenhüller 7er- Bundes Innsbruck. Viele Kärntnerinnen und Kärntner mussten aus wirtschaftlichen Gründen ihre Heimat verlassen und fanden in Tirol Arbeit und auch ihre zweite Heimat.

Schon 1922 äußerte man den Wunsch, eine Ortsgruppe des Khevenhüller 7er Bundes zu gründen.
1923 war es dann soweit. Lt. Innsbrucks Chronist Konrad FISCHNALLER gründete man die Ortsgruppe am 20. Juni 1923. Erster Obmann war Georg TAITL, Obst. i.R. Die Ortsgruppe ermöglichte den Zusammenschluss aller Angehörigen des ehemaligen k. u. k. Kärntner Infanterieregimentes Graf von Khevenhüller Nr. 7, welche in Tirol sesshaft waren.

Allen Obmännern und der gesamten damaligen Vereinsleitung war es ein großes Anliegen und eine neue Herausforderung, der vergangenen Geschichte der „SIEBENER“ gerecht zu werden.

Am Beginn des 2. Weltkrieges war fast jede Vereinstätigkeit unterbrochen, da die meisten Männer zur Wehrmacht eingezogen worden waren.

Mit April 1940 wurde dann die Ortsgruppe des Khevenhüller 7er Bundes Innsbruck unter Beibehaltung der Rechtsmöglichkeit an den deutschen Reichskriegsbund „KYFFHÄUSER“ in Berlin eingegliedert.

Von 1940 bis 1954 war für die Kameradschaft „RUHEZEIT“.

Die neuen Aktivitäten begannen wieder am 2. Juni 1954 anlässlich der Traditionsfeier der Gefallenenehrung in der Stadtpfarrkirche St. EGYD in Klagenfurt und am Friedhof RAIBL.

Im Jahre 1954 äußerte man den Wunsch, den ehemaligen Traditionsverband der Innsbrucker „Siebener“ wieder zu beleben.
Mit einer geringen Mitgliederzahl wurden 1955 Aktivitäten und Traditionsfeiern veranstaltet. Man begann ein neues Statut zu erarbeiten, das 1956 der Vereinsbehörde Innsbruck zur Genehmigung vorgelegt wurde, welches 1956 von der Vereinsbehörde auch genehmigt wurde.

Die neuerliche Gründung wurde nun im März 1956 vollzogen.

Das neue Statut war unterzeichnet von

LAGGER Peter, Pol.Bez.Insp.,

MELZER Rudolf, Optiker,

HOPFGARTNER Peter, Gend.Bez.Insp. i.R. alle in Innsbruck whft.,

Der Verband führte nun den Namen „Kameradschaft Khevenhüller 7er Bund Innsbruck“, mit Sitz in Innsbruck und zuständig für ganz Tirol.

Nach der Wiedergründung der Kameradschaft des Khevenhüller 7er Bundes in Innsbruck hat man sich auch wieder neue Aufgabe gestellt, wie z.B.

die Überlieferung des Infanterieregimentes zu erhalten und zu festigen,

weiters

die Durchführung von Feiern zum Gedenken der Gefallenen, Vermissten und Verstorbenen,

Pflege von Geselligkeiten, Zusammenkünften und Abhaltungen von Veranstaltungen,

Pflege der Kameradschaft usw..

Zur Erhaltung von Geselligkeit und Zusammenkünften wurde durch Arthur SEIWALD im Jahre 1985 z.B. das „Kärntner Nudlessen“ eingeführt, es wurde zur Tradition und findet nun auch alljährlich im November statt.

Bei der 68 Generalversammlung am 23. Feber 1991 wurde auf Antrag des damalige Obmannes Dr. Paul KUMMER eine Statutenänderung vorgenommen ( Änderung des § 5 Mitgliederaufnahme). Seit dieser Änderung und diesem Zeitpunkt konnten auch Frauen als unterstützende Mitglieder in die Kameradschaft aufgenommen werden.

Eine neuerliche Statutenänderung gab es dann bei der 80. Generalversammlung im Jahre 2003 unter Obm. Vizeleutnant Karl RAINER. Seit diesem Zeitpunkt sind die Frauen ordentliche Mitglieder mit aktivem und passivem Wahlrecht.

Militärkapellmeister Anton FRIEDRICH komponierte 1891 für das Infanterieregiment Nr. 7 zum Anlass des 200-jährigen Bestandes den „Khevenhüller Regimentsmarsch“. Er wurde ein beliebter Marsch und wird daher immer wieder bei Konzerten und Veranstaltungen gespielt.

Heute wird der Khevenhüller 7er Bund Innsbruck von Obm. Vizeleutnant Karl RAINER mit seiner Vereinsleitung vorbildlich geführt. Beweis dafür ist wohl das anspruchsvolle Jahresprogramm.

Am 24. Mai 2003 feierte die Kameradschaft des Infanterieregimentes Nr. 7 Innsbruck das 80-jährige Bestandsjubiläum mit gleichzeitiger

Weihe der Verbandsfahne.

Als Fahnenpatin fungierte dankenswerter Weise Fr. Inge PARTL – Gattin des Altlandeshauptmannes Dr. Alois PARTL - welcher sich auch als Festredner zur Verfügung stellte.

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